Tauchuntersuchung warum?


Von offizieller Stelle aus wird keine ärztliche Untersuchung für's Tauchen verlangt.


Oft sind Taucher aber auf Hilfsleistungen von Tauchzentren, Tauchschulen oder Tauchlehrer angewiesen. Diese wollen nicht für mögliche Gesundheitsschäden ihrer Klienten haftbar gemacht werden und verlangen daher meistens ein Tauchtauglichkeitsattest. In einem Versicherungsfall kann es auch entscheidend sein, ob eine Gesundheitsschädigung schon vorgelegen hat oder nicht.

Sinn und Zweck der Untersuchung ist es also herauszufinden, ob gesundheitliche Einwände vorliegen und worauf der Taucher in seinem eigenen Interesse achten soll. Es geht also um Vorsorge und Ratschläge, der Arzt handelt im Auftrag des Tauchers und ist "auf seiner Seite" und nicht im Auftrag eines Gutachters für einen Dritten. Bei der Untersuchung werden auch die neuen Erkenntnisse der Tauchmedizin vermittelt, Ratschläge gegeben zum noch sichereren Tauchen und wie es einfach auch mehr Spass macht.

Dabei geht es nicht nur um die Gesundheit des Tauchers allein.  Statistisch gesehen sterben bei einem tödlichen Tauchunfall in 50% der Fälle beide Taucher, jeder wird versuchen dem anderen zu helfen, oft über eine gefährliche Grenze hinaus. Wir tragen also auch eine Verantwortung für unseren Buddy!

Wie meistens in der Medizin ist die Anamnese, die Krankheitsgeschichte des Patienten,  der wichtigste Teil. Da ist der Arzt auf das Vertrauen des Patienten angewiesen. Gezielt werden dann die einzelnen Untersuchungen durchgeführt, sicher gehört eine Beurteilung von Herz, Blutdruck, Lunge und Hals-Nasen-Ohrenstatus dazu. Es gibt keine festgelegten Altersgrenzen für's Tauchen. Der Untersucher sollte aber mit den zunehmenden gesundheitlichen Besondernissen des älter werdenden Tauchers vertraut sein und entsprechende Zusatzuntersuchungen veranlassen.

Studie von Meehan CA, Bennett MH(Australien, Great Barrier Riff), Diving and hyperbaric medicine, 2010;40(3):        1000 Selbstdeklarationsbögen wurden analysiert, davon 29,9% hatten unkorrekte Angaben. Von 632 Patienten, die alles mit nein beantworteten und sich völlig gesund fühlten waren 9 nicht tauchtauglich- 3 wegen nicht durchführbarem Druckausgleich, 3 wegen schwerwiegenden Lungenproblemen, 2 wegen schweren Herzproblemen, 1 wegen unklarem Schwindel und Bewusstlosigkeit.

Es scheint also nicht einfach zu sein, sein Risiko selbst einzuschätzen, besonders wenn's um so etwas Schönes wie tauchen geht. 

Anmeldung für Tauchuntersuchungen nehmen wir gerne entgegen:

Frau Dr. Janine Schüepp, Tel 079 288 52 77              Praxis: Brunnenstrasse 37 8610 Uster